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20. Juni 2012

Tipps vom Gärtnermeister

Blattlaus-Alarm im Salatbeet. Was tun, wenn der Salat krabbelt?

Wenn im eigenen Garten der Salat sprießt, freuen sich Hobbygärtner auf eine reiche Ernte. Getrübt wird die Vorfreude durch ungebetene Gäste aller Art. Derzeit vermehren sich Blattläuse im feuchtwarmen Klima geradezu explosiv, sodass in den kommenden Wochen mit einer regelrechten Epidemie zu rechnen ist.

Ein Marienkäfer auf einem Blatt krauser Petersilie.

Um die Läusepopulation ohne Spritzmittel, also naturnah, in einem erträglichen Maß zu halten, haben professionelle Gärtner einige Tipps auf Lager. „Im Garten sollten genug Blühstreifen für Nützlinge wie Schweb- und Florfliegen und Marienkäfer angelegt werden“, sagt Thomas Sannmann. „Sie halten die Läuse generell in Schach.“ Wenn das nicht reicht, könne man den Salat mit „grüner Seife“-Brühe besprühen, um die Atemöffnungen der Blattläuse zu verstopfen.

Leider verkriechen sich die Läuse gern ins Salatherz, wo die Seife nicht hinkommt. Deshalb empfiehlt der Gärtnermeister, den Salat in Einzelblätter zu zerteilen und Blatt für Blatt durch Salzwasser zu ziehen. Die Blattläuse, die eigentlich eine wasserabweisende Wachsschicht besitzen, werden mit diesem Trick fast vollständig vom Salat gespült. Der so behandelte Salat kann bedenkenlos genossen werden.