Bio-Jungpflanzen in Hamburg

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Temperaturen um -15 Grad und Schneemassen zwangen die Gärtnerei zum Dornröschenschlaf.

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24. Januar 2011

Feldsalat ernten im Winter und die Hoffnung auf den Frühling

In den Wintermonaten Feldsalat zu ernten ist immer wieder eine Herausforderung für unsere Gärtnerei-Mitarbeiter. Im kalten Dezember haben Kompost-Experte Jens Giller und Praktikant David Uhlenbroch im unbeheizten Gewächshaus mit acht weiteren Kollegen Feldsalat geschnitten. „Das Thermometer zeigte 0 Grad – aber gefühlt war es mindestens Minus 10“, erzählt Jens Giller. Bei der Nass-Kälte und eisigem Ostwind froren die Finger sofort ein und fühlten sich wie Steine an.

Eingeschneiter Feldsalat.

„Nach einer Viertelstunde Kältephase hatten wir uns aber daran gewöhnt – genauso wie es uns die erfahrenen Kollegen gesagt hatten“, erklärt David Uhlenbroch. Ihm hat das Praktikum in der Gärtnerei trotz der schweren Arbeit viel Spaß gemacht. Besonders schätzt er die sinnvolle Arbeit mit den Pflanzen, das Herstellen von wertvoller, lebendiger Nahrung für die Menschen. Und die Teamarbeit mit den Kollegen: „Da gibt es dann kein Aufgeben oder Kneifen, weil es zu kalt, zu nass oder irgendwas ist, da hält man zusammen und trägt sich gegenseitig“, sagt David begeistert.

„Feldsalat ernten“ passiert auf Knien und ist reine Handarbeit: Eine Hand bündelt die feine Salatrosette, die andere schneidet sie dicht über der Wurzel ab, einmal umdrehen, schnell gelbe Blättchen oder Erdkrümel abzupfen und rein in die Kiste. Hier ist Platz für ein Kilo Feldsalat – die 70 bis 80 Pflanzen ernten die erfahrenen Kollegen in zehn Minuten.

Nach zwei Stunden gemeinsamer Arbeit war die erforderliche Menge geerntet und der Feldsalat musste zum Waschplatz transportiert werden. „Das war nicht einfach, weil die Pflanzen nach der Ernte nur kurzfristig Minusgrade aushalten“, sagt Jens Giller. Wenn die zarten Blätter Frost bekommen, werden die Zellen zerstört und der Feldsalat wird matschig. Als lebende Pflanze kann Feldsalat sogar bis zu minus 10 Grad Frost aushalten – aber nur wenn es ganz windstill ist, weil bei Bewegung der gefrorenen Blätter ebenfalls die Zellstruktur zerbricht.

Nach dem Waschen und Trockenschütteln wird der Feldsalat in der Gärtnerei Sannmann für den Handel verpackt und landet schon am nächsten Tag beim Kunden auf dem Teller. Hier entfaltet unser Feldsalat in Demeter-Qualität seinen nussigen Geschmack und wirkt positiv auf die Gesundheit: Er ist der Vitamin-C- und eisenreichste Salat und enthält reichlich Kalium, Vitamin A und B6.

Frühlingserwachen?

Über Weihnachten mussten wir zeitweise die Gemüse-Produktion einstellen: Temperaturen um die 15 Grad Minus und gewaltige Schneemassen zwangen die Gärtnerei zum Dornröschenschlaf. Anfang Januar folgte die Erlösung mit einigen Sonnenstrahlen und Plusgraden. Jetzt pflanzen wir bald die ersten neuen Salate und bereiten die Gärtnerei für die Frühjahrspflanzungen vor. Um die Wartezeit auf das neue, leckere Gemüsesortiment zu verkürzen, empfehlen wir einen neuen Artikel aus der Gärtnerei: Suppenbund im Schälchen als Basis für eine deftige Wintergemüsesuppe! Das passende Rezept dazu finden Sie auf der Webseite des Sannmann Gemüse-Abos.

 

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