Bio-Jungpflanzen in Hamburg

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Seit Dezember 2009 ist es endlich wieder einmal richtig lange Winter. Alle unsere Felder sind mit einer dicken Schneeschicht bedeckt.

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29. Januar 2010

Winterschlaf in der Gärtnerei

Seit Dezember 2009 ist es endlich wieder einmal richtig lange Winter. Alle unsere Felder sind mit einer dicken Schneeschicht bedeckt. Die Glashäuser sind mit Eisblumen und schönen Eiszapfen bewachsen und es ist bitter kalt.

Für uns Gärtner ist dies sehr ungewohnt, haben wir doch in den letzten Jahren zumeist recht milde Winter gehabt, in denen es nur kurze Kälteperioden mit Unterbrechungen der Ernte und Kulturarbeiten gab.

Ganz anders in diesem Winter...

Unsere Bestände an Kräutern und Salaten in den frostfrei gehaltenen Gewächshäusern sind bald abgeerntet und die Kulturen, die in den kalten Folientunneln und Häusern stehen, sind tatsächlich eingefroren wie in einer Tiefkühltruhe.

In der letzten Nacht hatten wir die Rekordtemperatur von minus 18 °C, bei solchen Temperaturen kam die Gewächshausheizung an ihre Grenzen, wir hatten Schäden - eingefrorene Leitungen - und mussten schnell reparieren. In den Häusern bauen wir nun zusätzliche Isolier-Folien ein, um Ritzen abzudichten und um Energie einzusparen.

Diese lang anhaltenden, niedrigen Temperaturen haben für unseren Naturhaushalt jedoch eine gute Wirkung: tierische Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliegen und Schnecken werden in ihren Überwinterungsstadien deutlich dezimiert, so dass wir hoffen, im Frühling einen deutlich geringeren Schädlingsdruck zu haben.

Wie gehen wir mit dieser tiefwinterlichen Situation um? Zum einen müssen wir sehr aufmerksam und wachsam sein, damit unsere Rinder, die Pflanzen, die Wasserleitungen, Maschinen und Geräte und die Gebäude keine Schäden erleiden. Zum anderen versuchen wir trotz der bitteren Kälte mit den täglichen Arbeiten weiter zu kommen. Im Freien ist jetzt die Zeit der Landschaftspflege: Bäume und Sträucher auf unserem großen Gelände werden von uns zurückgeschnitten, die Gräben gepflegt und gereinigt, damit die Entwässerung der Gemüseflächen bei der Schneeschmelze und auch bei Regen gewährleistet ist.

Die abgeernteten Flächen in den Gewächshäusern werden, soweit der strenge Frost es zulässt, vorsichtig bearbeitet, gedüngt und zum Pflanzen vorbereitet. Anfang Februar planen wir die ersten Jungpflanzen - dazu gehören Petersilie, Koriander, Wilde Rauke, unsere feinen Wildsalate, Feldsalat, Pak-Choi, Lauchzwiebeln und Löwenzahn - in die Erde zu setzen. Ende Februar sollen bei uns schon wieder kleine Gurkenpflanzen im Gewächshaus stehen. Wir hoffen, dass die Witterung dann wieder milder ist. Ansonsten kommt unser Plan für die frühen Gemüsearten und die Saison 2010 heftig durcheinander.

 

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