Bio-Jungpflanzen in Hamburg

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3000 Salat- und 4000 Kohlrabijungpflanzen werden heute von Hand im Freiland gepflanzt und mit Vlies bedecken.

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07. Mai 2008

Frühling in der Gärtnerei

Nun ist es endlich warm und sonnig. Lange haben wir dieses Jahr auf die ersten warmen Tage gewartet, die das Wachstum unserer Gemüsepflanzen voranbringen sollen. 2007 hatten wir im April schon richtig Sommer mit viel Sonne und Temperaturen über 25 °C. Dieses Jahr sind wir da noch ganz weit zurück.

„Ab morgen müssen wir um 6:00 Uhr anfangen!" ruft mir Markus Walkusch-Eylandt zu, während er im Laufschritt hunderte Kisten mit Gemüsepflanzen, die auf die Felder gesetzt werden sollen, kontrolliert. „Ich weiß nicht, wie wir das sonst alles schaffen. Wir müssen düngen, die Böden lockern, die Pflanzreihen anlegen und dann von Hand 3000 Salat- und 4000 Kohlrabijungpflanzen im Freiland pflanzen und mit Vlies bedecken. In den Lauchzwiebeln wächst uns das Unkraut davon, hier müssen wir dringend hacken!"

Während er die Gärtner und unsere beiden Azubis anleitet, knien die Kollegen im Gewächshaus schon auf den Beeten um früh den frischen Salat für die Abo-Kisten zu schneiden. Danach geht's dann sofort weiter zur Gurkenernte. Die grünen Früchte werden jeden Morgen frisch geerntet. Sie brauchten schon einiges an Heizungswärme, sonst wären sie jetzt noch nicht reif. Aufgrund der stark gestiegenen Erdgaspreise sind unsere frühen Gurken allerdings noch relativ hoch im Preis.

„Oh, was ist das?" Die ersten beiden Spitzkohl-Reihen sind nur noch Blattgerippe, totaler Ausfall. Die glänzenden Schleimspuren lassen ahnen, dass hier die Schnecken zugeschlagen haben.

Aus der Kräuterwerkstatt kommt erfrischend würziger Duft. Hier treffen wir Beata, ihre Hände arbeiten sich rasend schnell durch einen Berg grüner Blätter. Hier wird Pfefferminze gebündelt, 1094 Abokunden bekommen je ein Bund von dem aromatischen Teekraut.

Auf dem Hofplatz steigt Dunst auf. Die frischen, 65 °C heißen Kompostmieten werden von Bernd mit der Wendemaschine umgesetzt. Täglich pflegt er den Kompost, bis dieser ausgereift ist und zur Belebung des Bodens auf die Felder ausgebracht wird.

„Die Seitentriebe sind viel zu lang, am Nachmittag müssen wir alle in die Tomaten gehen, damit wir sie heute noch ausgeizen und entblättern!" ermahnt uns der Gewächshausmeister. Noch bis Mitte Mai brauchen die kleinen grünen Früchte zum Ausreifen, dann hoffen wir, die ersten Cherrystrauchtomaten zu ernten.

Leider haben wir heute nicht alles geschafft – das Unkraut! – aber so schwungvoll und schnell geht es im Frühling, da kann einem schon einiges über den Kopf wachsen.

Mit lebendigen Grüßen aus der Demeter Gärtnerei Sannmann

Thomas Sannmann

 

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